Das Programm für 2017 ist da!

festival1

Advertisements

Das Programm 2016 steht!

 

Vom 02.-13.06.2016 findet das festival contre le racisme zum sechsten mal 
in Heidelberg statt: 
12 Tage lang rassismuskritische Vorträge, Workshops, Filme, Erfahrungsberichte, 
Lesungen und Führungen zu den Themenschwerpunkten "Antiziganismus" sowie 
"Flucht und Asyl", aber auch zu anderen Themen wie u.a. Fußball, 
Kolonialgeschichte, Anthroposophie.

flyer_fclr_back.png

Kennenlern-Treffen, das zweite.

Falls du schon mal oder wieder überlegst, wie wo was man im Organisationsteam des festival contre le racisme so machen kann, laden wir dich gerne für ein unverbindliches Treffen am

Donnerstag, 29.10.15 um 18.00 Uhr
an der Eingangstür zum Marstall (Heidelberg-Altstadt)

ein! Thema wird schwerpunktmäßig unser Verständnis von Rassismus sein, um eine gemeinsame Grundlage für die Planung in den nächsten Monaten zu finden.

Liebe Grüße,
dein Festival-Team.

Antisemitismus, Neonazismus und Rassismus in der DDR und die Folgen für die Gegenwart

Veranstaltung am Montag, 26.10.2015

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: VHS Heidelberg (Volkshochschule), Bergheimer Straße 76, großer Saal

Rassistische Gewalt gibt es in den neuen Bundesländern nicht erst seit den Pogromen Anfang der 1990er Jahre. Auch in der DDR gab es viele, bis heute häufig unbeachtete rassistisch motivierte Gewalttaten und bis heute gibt es, relativ gesehen zu der Anzahl der Bevölkerung, in den neuen Bundesländern unverhältnismäßig mehr rassistische Gewalt als in den westlichen Bundesländern. Die Ursache darin sieht Harry Waibel im gesellschaftlichen und institutionellen Rassismus der DDR und kritisiert die Verleugnung und Verdrängung durch den Antifaschismus scharf. Er stellt seine Forschungsergebnisse vor, um im Anschluss eine Publikumsdiskussion anzuregen.

Eine ausführlichere Beschreibung des Inhalts der Veranstaltung:

Für die DDR (1949 bis 1990) belege ich über 8.500 politische, also neonazistische, antisemi­tische und ras­sistische Propaganda- und Gewaltstraftaten. Davon sind etwa 7.000 Angriffe neonazistisch, etwa 900 Angriffe sind antisemitisch (inkl. Friedhofsschändungen) und  etwa 700 „Vorkommnisse“ sind Ausdruck des latenten und manifesten Ras­sismus. Diese 700 „Vorkommnisse“ beinhalten über 200 rassistische Pogrome und pogrom­ähnliche Auseinan­dersetzungen, bei denen Ausländer (Afghanen, Algerier, Kubaner, Japaner, Indonesier, Jeme­ni­ten, Jugoslawen, Mosambikaner, Polen, Sowjetische Bürger, Syrer, Tschechoslowa­ken, Tu­ne­sier, Türken, Ungarn und Vietnamesen) Opfer von Rassisten und Neonazis geworden sind.

Entgegen der viel verbreiteten Ansicht in Hoyerswerda hätte es 1991 das erste rassisti­sche Pogrom in der deut­schen Nachkriegsgeschichte gegeben, ist es tatsächlich so, das in Er­furt im August 1975 das erste rassistische Pogrom der deutschen Nach­kriegsgeschichte statt­gefunden hat, als algerische „Vertragsarbeiter“ über mehrere Tage hinweg von Mobs durch die Stadt gejagt wurden. Der erste Angriff eines deutschen Mobs auf ein Wohnheim, ähnlich dem von 1991 in Hoyerswerda, fand im Februar 1977 in Dessau statt, als ein Wohnheim für algerische Arbeiter mit Steinen angriffen wurde. Für die DDR sind über 30 rassistische Angriffe auf Wohnheime von ausländischen Arbeitern belegt.

In Merse­burg wurden im August 1979 zwei Kubaner getötet und anschließend sorgte die Partei- und Staatsführung der DDR mit einem Verbot dafür, dass Ermittlungen durch Staats­anwaltschaft und Volkspolizei nicht stattfanden. Es wird noch juristisch zu prüfen sein, ob und wie ein neues Ermittlungsverfahren zur Aufklärung der Umstände des Todes der bei­den kubanischen Arbeiter möglich ist.

Seit 1990 weisen die offiziellen Erhebungen (BMdI) zu rechtsextremistischen Straftaten eine anhaltende Schräglage insofern aus, als in den neuen Bundesländern, relativ gesehen, also in Bezug zur Anzahl der Bevölkerung, zwei bis drei Mal mehr Angriffe erfolgen, als in den westlichen Bundesländern. Verschärft wird diese Erkenntnis noch dadurch, dass der Anteil von Ausländer_innen im Osten Deutschlands mit bis zu 2,5 Prozent erheblich unter dem Ni­veau im Westen Deutschlands liegt, dass von 4,8 bis 13,4 Prozent reicht. Diese signifikante Differenz weist auf die entscheidende Ursache hin, nämlich auf den gesellschaftlichen und in­stitutionellen Rassismus der DDR.

Durch diese Tatsachen gerät der Antifaschismus in tief greifende Erschütterung, hat er doch die rassistische, neonazistische und antisemitische Entwick­lung in der DDR weder in ihren Ansätzen verhindern können, noch konnte er sie stoppen. Die Ursachen für dieses Versagen liegen in der Geschichte, Ideolo­gie und Politik des Antifaschismus der Linken begründet und die Verleugnung und Ver­drängung bis in die Gegenwart hinein hat gravierende Folgen für die Glaubwürdigkeit und die Wirksamkeit die­ses gescheiterten Antifaschismus.

Organisator*innen gesucht!

Nach dem Festival ist erstmal Pause???
Fehlanzeige!
Die Ereignisse des Sommers, auch hier in Heidelberg und Umgebung, haben uns dazu bewogen uns mit anderen Gruppen (schwarzweiss, flufuk, The Voice und andere) zusammenzutun und Aktionstage im November zu planen.
Unser Ziel ist es, über Fluchtursachen aufzuklären und diese für die aktuellen Debatten stärker präsent zu machen.

Für die Organisation freuen wir uns über so viel Unterstützung wie möglich.
Das nächste Treffen findet am Montag, 12. Oktober, um 8.00 Uhr in der ZEP (Zeppelinstraße 1) statt.

Wir freuen uns auf euch,
euer fclr-Team

PS: Nebenbei fangen wir auch bald wieder mit der Festival-Orga für 2016 an, also meldet euch, wenn ihr darauf Lust habt – es gibt genug zu tun!

Demonstration in Karlsruhe am 19.9.2015

Am Samstag, 19.09. um 12:00 Uhr findet in Karlsruhe eine Demo statt, organisiert von der refugees community Karlsruhe und anderen antifaschistischen Gruppen. Kommt zahlreich und protestiert gemeinsam mit Geflüchteten und solidarischen Menschen gegen den institutionalisierten Rassismus, die Diskriminierung und Isolation in Deutschland!
Infos hier

*** english ***
The Karlsruher Refugee community organizes together with other refugees and supporters a demonstration against deportation and discrimination of refugees in Germany. Show your solidarity and take part in the demonstration on 19.09. at 12 pm at Kronenplatz in Karlsruhe.

Please spread the information.
We meet at 10:20, Heidelberg Hauptbahnhof. We can pay the tickets for at least 30 refugees.

For more information click here.
*** francais ***
La communauté des réfugiés à Karlsruhe (Karlsruher Refugee community) organise, ensemble avec d´autres réfugiés et des groupes de soutien, une demonstration contre la deportation et la discrimination des réfugiés en Allemagne.
Montrez votre solidarité et participez à la manifestation qu’organise la communauté des réfugiés de Karlsruhe le Samedi 19 Septembre 2015 à partir de 12 h à Kronenplatz Karlsruhe (flyer en annexe).
Merci de faire circuler l´information.
On se retrouve à 10:20h à la gare de Heidelberg pour prendre le train ensemble. On peut financer les billets d´au moins 30 réfugiés.
Pour plus d´informations allez sur:

https://refugees4refugees.wordpress.com/2015/09/03/refugee-protest-against-racist-discrimination-in-germany/